Ein persönliches Statement zu den aktuellen Haustürverkäufern
In den vergangenen Tagen erreichen uns aus nahezu allen Ortsteilen unserer Gemeinde immer mehr Hilfegesuche von Menschen, die nach einem Besuch von Haustürverkäufern verunsichert sind oder ihre neu abgeschlossenen Verträge von uns prüfen lassen möchten.
Was uns dabei teilweise geschildert und anhand vorgelegter Unterlagen gezeigt wird, macht mich persönlich sehr nachdenklich.
Deshalb möchte ich mich als Geschäftsführer der eppfon GmbH dazu äußern.
Vertriebspartner sind grundsätzlich nichts Unseriöses.
Entscheidend ist nicht die Provision – sondern die Art der Beratung.
Alle großen Netzbetreiber arbeiten mit autorisierten Vertriebspartnern zusammen. Auch wir sind autorisierter Vertriebspartner verschiedener Anbieter.
Und natürlich werden auch wir – wie andere Vertriebspartner – für erfolgreich vermittelte Verträge vergütet.
Es gibt sogenannte Door-to-Door-Vertriebspartner, die von Haus zu Haus ziehen. Häufig finden konzentrierte Vertriebsaktionen statt, bei denen innerhalb weniger Tage zahlreiche Verkäufer in einem Ort oder einer Gemeinde unterwegs sind.
Danach ziehen diese Teams weiter.
Der Verkäufer, der heute bei Ihnen am Küchentisch sitzt, ist möglicherweise wenige Tage oder Wochen später nicht mehr vor Ort oder persönlich für Sie erreichbar.
Genau hier zeigt sich für mich der Wert des lokalen Fachhandels.
Vor Ort. Erreichbar. Auch nach der Unterschrift.
Wir haben ein stationäres Geschäft vor Ort.
Wer bei uns einen Vertrag abschließt, bekommt saubere und nachvollziehbare Vertragsunterlagen direkt mit. Preise, Leistungen, Laufzeiten und Konditionen werden transparent besprochen.
Wir leben hier. Wir arbeiten hier. Unsere Kunden begegnen uns beim Einkaufen, bei Veranstaltungen oder einfach auf der Straße.
Wir können nicht nach einer Verkaufsaktion einfach in die nächste Gemeinde weiterziehen.
Und das wollen wir auch gar nicht.
Wer heute bei uns einen Vertrag abschließt, soll uns auch in einem Jahr noch guten Gewissens gegenübertreten können.
Qualität muss überprüfbar sein.
Bedarfsgerecht beraten statt einfach möglichst viel verkaufen.
Als Vodafone Gold-Partner werden auch wir regelmäßig anhand von Qualitätskennzahlen und durch Testkäufe – sogenannte „Mystery Shoppings“ – überprüft.
Und das begrüßen wir ausdrücklich.
Uns ist eine bedarfsgerechte Beratung wichtig.
Eine 50-Mbit/s-Leitung kann für einen Haushalt vollkommen ausreichend sein. Ein anderer benötigt 1.000 Mbit/s.
Für manche Menschen ist ein Laufzeitvertrag sinnvoll. Für andere reicht eine Prepaidkarte völlig aus.
Deshalb haben bei uns auch viele Kunden ganz bewusst „nur“ eine Prepaidkarte.
Wenn ein bestehender Vertrag gut ist, sagen wir das.
Wenn ein neuer Vertrag keinen Sinn ergibt, sagen wir das ebenfalls.
Und wenn wir einen Vertrag prüfen, der woanders abgeschlossen wurde, und feststellen, dass dieser gut ist und zum Kunden passt, sagen wir auch das transparent.
Bedarfsgerechte Beratung bedeutet für uns nicht, möglichst viel zu verkaufen – sondern das Richtige.
Zu bestimmten Aussagen möchten wir sehr deutlich werden.
Uns wurde inzwischen mehrfach berichtet, dass an Haustüren unter anderem folgende Aussagen gefallen sein sollen:
Eine bestehende 250-Mbit/s-Leitung wird nicht einfach deshalb abgeschaltet. Ebenso besteht keine generelle technische Notwendigkeit, deswegen einen neuen Vertrag abzuschließen oder die Bandbreite zu erhöhen.
Es gibt keine allgemeine Abschaltung bestehender 250-Mbit/s-Anschlüsse, die einen solchen Vertragswechsel erforderlich machen würde.
Wer eine angeblich notwendige technische Umstellung oder Abschaltung als Grund benutzt, um einen Kunden zum Abschluss eines neuen Vertrages zu bewegen, handelt aus unserer Sicht nicht transparent.
Ein aktuelles Beispiel zeigt das Problem.
Mehr Geschwindigkeit ist nicht automatisch die bessere Beratung.
In einem uns vorliegenden Fall wurde ein Kabelanschluss mit 600 Mbit/s für 49,99 Euro monatlich abgeschlossen.
Zum gleichen monatlichen Preis ist derzeit im Rahmen einer Aktion sogar eine 1.000-Mbit/s-Leitung erhältlich.
Nach dem tatsächlichen Bedarf der betroffenen Person hätte möglicherweise sogar ein Anschluss mit 50 Mbit/s für 29,99 Euro monatlich vollkommen ausgereicht.
Der beste Vertrag ist derjenige, der zu den Bedürfnissen und zum Budget des Kunden passt.
Schwarze Schafe schaden einer ganzen Branche.
Wir möchten ausdrücklich nicht alle Haustürverkäufer über einen Kamm scheren.
Mir ist ausdrücklich wichtig zu sagen:
Nicht jeder Haustürverkäufer arbeitet unseriös.
Auch dort gibt es selbstverständlich Menschen, die ihre Arbeit ordentlich machen.
Aber einzelne schwarze Schafe schädigen mit solchen Methoden das Vertrauen in eine ganze Branche, in seriöse Vertriebspartner und letztlich auch in die Netzbetreiber selbst.
Und genau deshalb ist es wichtig, solche Fälle nicht nur öffentlich anzusprechen, sondern konkret an den jeweiligen Netzbetreiber weiterzugeben.
Wir stehen bereits im engen Austausch mit Vodafone.
Die bekannten Vorgänge werden dokumentiert und weitergegeben.
Wir haben Vodafone über die uns geschilderten Vorgänge informiert.
Als Vodafone Gold-Partner stehen wir hierzu bereits im engen Kontakt und Austausch mit unseren Ansprechpartnern bei Vodafone.
Die uns bekannten Fälle werden von uns entsprechend dokumentiert und weitergegeben, damit diese geprüft und den jeweiligen Vertriebswegen zugeordnet werden können.
Dabei ist uns auch wichtig zu sagen:
Wir sehen Vodafone hier nicht als unseren Gegner.
Im Gegenteil: Auch Vodafone hat ein Interesse daran, dass Verträge sauber vermittelt werden und autorisierte Vertriebspartner die vorgesehenen Qualitätsstandards einhalten.
Das Problem ist: Ein Netzbetreiber kann nur auf Auffälligkeiten reagieren, von denen er auch Kenntnis erhält.
Wenn Sie betroffen sind, melden Sie sich bei uns.
Je mehr nachvollziehbare Fälle wir dokumentieren und an Vodafone weiterreichen können, desto besser können Auffälligkeiten erkannt und geprüft werden.
Wir prüfen Ihren Vertrag kostenlos.
Gemeinsam schauen wir uns an, was tatsächlich abgeschlossen wurde.
Wir erhalten dafür keine Vergütung von Vodafone oder einem anderen Anbieter.
Wenn wir feststellen, dass der abgeschlossene Vertrag gut ist und zu Ihnen passt, dann sagen wir Ihnen auch das.
Es geht uns nicht darum, Verträge anderer schlechtzureden. Es geht um Transparenz und eine bedarfsgerechte Beratung.
Bei Haustürgeschäften besteht grundsätzlich ein Widerrufsrecht.
Wenn Sie Zweifel haben, sollten Sie nicht unnötig warten.
Grundsätzlich gesetzliches Widerrufsrecht
Wenn Sie als Verbraucher einen Vertrag an der Haustür abgeschlossen haben, besteht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen.
Nicht erst einmal abwarten, wenn Sie Zweifel haben.
Die genaue Widerrufsfrist und deren Beginn können vom konkreten Vertrag und den erhaltenen Informationen abhängen. Bringen Sie uns deshalb möglichst alle Vertragsunterlagen, E-Mails und Schreiben mit.
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen, was abgeschlossen wurde und ob bzw. bis wann ein Widerruf möglich ist.
Je früher Sie kommen, desto besser.
Auch wenn die 14 Tage möglicherweise bereits vorbei sind, sollten Sie die Unterlagen trotzdem prüfen lassen. Je nach Einzelfall können beispielsweise die Widerrufsbelehrung und die konkreten Umstände des Vertragsschlusses eine Rolle spielen.
Wenn Sie Zweifel haben: Bitte nicht einfach abwarten.
Neue Hardware, SEPA-Mandate und Altverträge sollten geprüft werden.
Unterlagen sammeln
Vertragszusammenfassung, Auftragsbestätigung, Briefe und E-Mails.
Hardware nicht vorschnell anschließen
Wenn Sie Zweifel am Vertrag haben, lassen Sie ihn zuerst prüfen.
Altvertrag prüfen
Läuft dieser weiter? Wird er beendet? Bleibt Ihre Rufnummer bestehen?
Haben Sie bereits Ihre Bankverbindung angegeben oder ein SEPA-Lastschriftmandat erteilt?
Dann sollte ebenfalls geprüft werden, wofür dieses Mandat erteilt wurde und welche Abbuchungen zu erwarten sind.
Denn manche Überraschungen zeigen sich erst Tage oder Wochen später:
Und zu diesem Zeitpunkt ist der Verkäufer, der zuvor an Ihrer Haustür stand, möglicherweise längst nicht mehr vor Ort.
Lieber einmal zu viel prüfen lassen als einmal zu wenig.
Wichtig: Niemand kommt unangekündigt in unserem Auftrag!
Wer unangekündigt bei Ihnen klingelt, wurde nicht von eppfon geschickt.
Uns wurde außerdem berichtet, dass Personen an Haustüren den Eindruck erweckt haben sollen, sie kämen von eppfon oder seien in unserem Auftrag unterwegs.
Davon distanzieren wir uns ausdrücklich.
Von eppfon geht niemand unangekündigt von Haus zu Haus, um Ihnen Verträge zu verkaufen.
Natürlich bieten wir Hausbesuche und Vor-Ort-Beratungen an.
Aber nur, wenn Sie einen Termin mit uns vereinbaren und uns zu sich bestellen.
Dann wissen Sie vorher, wer kommt, wann wir kommen und warum wir kommen.
Wer unangekündigt an Ihrer Haustür steht und behauptet oder den Eindruck vermittelt, von eppfon geschickt worden zu sein, handelt nicht in unserem Auftrag.
Aufgrund der uns bereits bekannt gewordenen Fälle haben wir Strafanzeige erstattet.
Sollten Personen unseren Namen oder den Ruf unseres Unternehmens für solche Geschäfte missbrauchen, werden wir dies nicht hinnehmen und die uns zur Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten konsequent ausschöpfen.
Transparenz ist für uns keine Einbahnstraße.
Unser Anspruch gilt auch dann, wenn eine Situation unangenehm ist.
Wer unsere Kommunikation verfolgt, weiß, dass wir auch dann informieren, wenn es einmal unangenehm ist – beispielsweise bei bekannten Netzstörungen oder anderen Problemen.
Wir können nicht auf der einen Seite Transparenz von Netzbetreibern verlangen und auf der anderen Seite beim Verkauf wegschauen.
Das ist unser Anspruch.
Wir schaffen zusätzliche Zeiten für Betroffene.
Aufgrund der vielen aktuellen Anfragen haben wir unsere Kapazitäten erhöht.
Natürlich können Sie auch während unserer regulären Öffnungszeiten vorbeikommen.
Aufgrund der derzeit hohen Anzahl an Anfragen bitten wir allerdings um Verständnis, wenn es dabei zu Wartezeiten kommt.
Sollte weiterer Bedarf bestehen, werden wir zusätzliche Termine anbieten.
Bitte bringen Sie möglichst alles mit, was Sie erhalten haben:
Zum Schluss habe ich eine persönliche Bitte:
Bitte teilen Sie diesen Beitrag und sprechen Sie darüber. Informieren Sie Ihre Familie, Eltern, Großeltern, Nachbarn, Freunde und Bekannten.
Fragen Sie gerade auch Menschen, die sich mit Internet-, Telefon- und Mobilfunktarifen nicht regelmäßig beschäftigen:
Je mehr Menschen wissen, dass Aussagen wie „Ihre 250-Mbit/s-Leitung wird abgeschaltet“ oder „Sie brauchen wegen einer technischen Umstellung zwingend neue Hardware“ so nicht stimmen, desto weniger Menschen können damit unter Druck gesetzt werden.
Je mehr konkrete Fälle uns gemeldet werden, desto mehr können wir dokumentieren und direkt an unsere Ansprechpartner bei Vodafone zur Prüfung weiterreichen.
Es geht nicht darum, Angst vor Haustürgeschäften zu machen.
Es geht darum, dass niemand einen Telekommunikationsvertrag aus Angst unterschreibt, dass morgen plötzlich Telefon oder Internet nicht mehr funktionieren.
Sie müssen an der Haustür keinen Vertrag sofort unterschreiben.
Lassen Sie sich nicht durch Aussagen wie „Das muss heute gemacht werden“, „Sonst wird Ihr Anschluss abgeschaltet“ oder „Wir sind nur heute hier“ unter Druck setzen.
Im Zweifel dürfen Sie ganz einfach sagen:
Wir sind selbst Vertriebspartner.
Wir verkaufen selbst Verträge.
Und selbstverständlich verdienen auch wir damit unser Geld.
Gerade deshalb müssen wir den Anspruch haben, dass wir uns an unserer Beratung auch nach der Unterschrift noch messen lassen können.
Erreichbar sein.
Verantwortung übernehmen.
Transparent sein.
Bedarfsgerecht beraten.
Und auch dann helfen, wenn gerade nichts zu verkaufen ist.
Dafür steht eppfon.
eppfon GmbH

Austausch
Deine Meinung zum Artikel
Hast du eine Frage oder einen hilfreichen Hinweis? Schreib uns gerne. Kommentare werden zum Schutz vor Spam vor der Veröffentlichung geprüft.